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Technische Universität Wien

Ausgeklügelte Backup-Szenarien an der TU Wien

Ausgeklügelte Backup-Szenarien an der TU Wien

Eine intelligente Backup-Strategie sorgt für lückenlose Datensicherung im Institut für Wasserbau & Ingenieurhydrologie

Aus dem Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie der Technischen Universität Wien sind rechenintensive Simulationen längst nicht mehr wegzudenken. Diese Modellrechnungen werden mit eigenentwickelter Software auf Basis einer großen Anzahl von Messdaten durchgeführt und behandeln das Abflussverhalten der Flüsse und des Grundwassers. Dabei steht die Vorhersage von Hochwasser genauso wie das Verhalten von Schadstoffen im Grundwasser im Vordergrund. Erhebliche Datenmengen fallen auch bei der Analyse von Auswirkungen der Klimaänderungen auf die Wasserwirtschaft an. Die Ergebnisse der Modellierungen werden sowohl in der Forschung als auch in der praktischen Anwendung bei wasserwirtschaftlichen Planungen benötigt.

Die Wiener MSB Mikrocomputer Software Handels GmbH, kurz msb, beliefert das Institut für Wasserbau schon seit mehr als 20 Jahren mit Hard- und Software. „Eine gewachsene Beziehung“, wie msb-Geschäftsführer Wolfgang Lair nicht ohne Stolz bemerkt. In den 90er Jahren entwickelte die msb Simulationssoftware gemeinsam mit dem Universitätsinstitut. „Damals haben wir einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise des Instituts bekommen und kennen seitdem die Anforderungen der Mitarbeiter an die IT-Ausstattung sehr genau“, erklärt Lair.

Natürlich sind auch im Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie die Anforderungen an Hard- und Software in den vergangenen zehn Jahren ebenso gestiegen wie die Datenmengen. Bis vor wenigen Jahren konnte das Institut seine Daten noch mit NovaBackup sichern; einer Lösung zur Sicherung von Windows-Rechnern, wie sie überwiegend von Kleinunternehmen verwendet wird. Mit den gestiegenen Anforderungen stieß die Kombination aus NovaBackup und individuellen Scripts jedoch an ihre Grenzen. Zum einen sollten neben dem Windows-Server, der die Modell-Berechnungen durchführt, auch die rund 20 Laptops und Workstations der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Institutes gesichert werden. Zum anderen hatte das Institut längst keine reine Windows-Umgebung mehr. Sowohl der Cyrus Mail-Server als auch der File-Server des Institutes arbeiten mit dem Open-Source-Betriebssystem SUSE Linux. Und nicht zuletzt war die Gesamtmenge der zu sichernden Daten in den letzten fünf Jahren von etwa einem Terabyte auf mehr als 20 Terabyte angewachsen.

„Aufgrund der positiven Erfahrungen, die wir bei anderen Projekten bereits sammeln konnten, haben wir dem Institut die Anschaffung von SEP sesam empfohlen“, berichtet Wolfgang Lair, „So hat sich SEP sesam bei der Sicherung von Infrastrukturen mit unterschiedlichen Betriebssystemen bewährt. Zudem können wir davon ausgehen, dass wir auch die rasch anwachsenden Datenmengen des Institutes mit den Konfigurationsmöglichkeiten und der Performanz von SEP sesam dauerhaft sichern können.“

Das Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie nutzt heute einen modernen Mix aus dedizierten und virtualisierten Linux- und Windows-Servern. Herzstück der IT-Infrastruktur ist ein High-Performance-Server mit 8 Xeon-Cores auf Basis des Windows Server-Betriebssystems. Dieser führt komplexe Modellrechnungen aus und erzeugt dabei kurzfristig hohe Datenmengen. Daneben gibt es drei Server mit Xeon-Quadcore unter SUSE Linux, auf denen die Virtualisierungsumgebung Citrix Xen läuft. Diese virtuellen Maschinen werden als Mailserver, Fileserver, Webserver und für FTP-Services verwendet. Hier fallen zwar weniger große Datenmengen an, allerdings müssen diese Dienste hoch verfügbar sein. Die vier Server nutzen einen gemeinsamen Speicher, der inzwischen drei PROMISE vTrak RAID-Storage-Systeme mit einer Gesamtkapazität von 20 Terrabyte umfasst. 

Das Festlegen der Backup-Strategie, die Implementierung, Konfiguration und das Training für den IT-Administrator des Institutes nahmen insgesamt drei Manntage in Anspruch. Der SEP sesam Backup-Server wurde zusammen mit dem E-Mail- und File-Server auf dem leistungsstarken Linux-Server des Institutes installiert. Anschließend wurde die gemeinsam festgelegte Backup-Strategie, eine Kombination aus Vollsicherungen am Wochenende und inkrementellen Sicherungen nachts unter der Woche, konfiguriert.

„Bei der Konfiguration der Datensicherung mussten wir sorgsam darauf achten, dass wir die zu sichernden Bereiche jeweils so auswählen, dass die Datensicherung innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erfolgt“, erläutert Projektleiter Wolfgang Lair. „In der Zwischenzeit haben wir die Datensicherung selbstverständlich immer wieder an die gestiegenen Datenmengen und an die aktualisierte Server-Hardware angepasst. Natürlich lässt sich die Backup-Zeit mit Hilfe von neuer, teurer Hardware weiter verkürzen. Für uns ist es jedoch immer wieder eine Herausforderung, die wachsenden Datenmengen mit der vorhandenen Hardware zuverlässig zu sichern. Und SEP sesam hilft uns hierbei mit seinen flexiblen Konfigurationsmechanismen.“

Die Datensicherung wird heute vom IT-Administrator des Institutes verwaltet. Konfigurationsänderungen und das Monitoring des Backups erledigt er eigenständig. Bei grundsätzlichen Änderungen oder weitergehenden Fragen zieht er die Experten der msb hinzu, die als SEP sesam Basic und Certified Administratoren über ein aktuelles und tiefgehendes Know-how verfügen. Sollte die msb einmal keine Antwort parat haben, so findet der Hersteller-Support von SEP eine Lösung.

SEP hat sich beim Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie in den vergangenen Jahren bewährt, insbesondere das Monitoring mit Hilfe automatisiert ausgelöster E-Mails. Ein länger vorhandenes Problem war auch die Sicherung der PCs und Laptops der Mitarbeiter des Instituts. Diese schalteten ihre Computer nach ihrer Arbeit immer wieder ab und sie konnten somit nicht gesichert werden. Aber auch hierfür gab es bald eine Lösung: Die nächste Version von SEP sesam unterstützte auch Wake-on-LAN. Damit konnten nun auch die Clients bei Bedarf über das LAN angesprochen und für die Datensicherung „aufgeweckt“ werden.


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