Grundlagen der SEP sesam Lizenzierung

Das SEP sesam Lizenzmodell bietet einfache und vollkommen flexible Konfigurationsmöglichkeiten aller verfügbaren Grundmodule und Erweiterungen (Optionen).

Bei der Zusammenstellung einer Sicherungsumgebung mit SEP sesam werden die verfügbaren SEP Bausteine (Server, Client, Autoloader Support...) je nach Anforderung kombiniert.

Als Basis der gesamten Konfiguration wird ein SEP sesam Server aus den zur Verfügung stehenden Betriebssystemen gewählt. Die unterstützten Plattformen für den SEP sesam Backupserver finden Sie auf www.sep.de/de/produkte/file-operating-systems/.

1.) Der SEP sesam Server besteht aus vier Bausteinen

SEP Management Server

Alle Planungs- und Sicherungsdaten werden von SEP sesam in einer Kombination aus Datenbank und Filesystem gehalten. Die SQL DB hält die relevanten Informationen für die Anzeige in der SEP sesam GUI verfügbar. Ein Auslesen aus der offenen DB-Struktur ist möglich. Damit kann ein individualisiertes Reporting durch Abfrage auf SQL Selects erstellt werden.

Listings und Loggings liegen als ASCII Dateien im Filesystem und bilden die Basis der Kataloginformationen und damit den sog. Medienindex.

Auf dem SEP sesam Server liegt die Lizenzdatei der betreffenden Umgebung. Clients halten keinerlei Informationen lokal vor.

Sicherungen können nach Bedarf sowohl auftragsbezogen verschlüsselt, als auch durch entsprechende Konfiguration in der GUI über Firewall-Bereiche hinweg durchgeführt werden.

GUI – Graphische Oberfläche

Die in Java implementierte Benutzeroberfläche kann in beliebiger Anzahl und weitgehend Plattform neutral eingesetzt werden. Der autorisierte Zugriff auf das SEP sesam System ist durch drei unterschiedliche Zugriffsprofile geregelt. Durch die Master GUI Funktion können auch parallel mehrere, verteilte und von einander unabhängige SEP sesam Server administriert werden. Ein besonders Ressourcen schonendes Kommunikationsverfahren über RMI kann die GUI durch für das Verwalten von Remote-Standorten genutzt werden, welche nur über begrenzte Leitungskapazitäten verfügen. Generell kann ein SEP sesam Server auch ohne grafische Oberfläche und damit auch ohne GUI lokal betrieben werden.

SEP Server Client

Jeder SEP sesam Server enthält implizit einen Sicherungsclient, z. B. zur Eigensicherung und Disaster Recovery Vorsorge. Der zusätzliche Kauf eines Sicherungsclients für den Backup Server entfällt damit. Für das Recovery des SEP sesam Servers stehen vordefinierte Aufträge und Verfahren zur Verfügung. Diese können durch bootbare Recover Medien erweitert werden.

SEP Data Mover 

Alle angeschlossenen Laufwerksarten (DISK und Tape) können zur Sicherung verwendet werden. In der Basislizenz des Backup Servers ist die Sicherung auf ein Einzelbandlaufwerk sowie Backup-To-DISK enthalten. Eine Aufstellung der unterstützen Speichergeräte finden Sie auf www.sep.de im Bereich Kompatibilität.

Der SEP Data Mover stellt die DISK Sicherung als virtuelle Tape Library zur Verfügung. Dadurch kann sehr einfach jeder beliebige, lokale oder im Netz vorhandener Speicherplatz verwendet werden. Die Sicherung erfolgt equivalent zur Bandsicherung und legt die Daten in sog. Savesets (Datenkontainer) in eine Direktory Struktur ab.
Die auf DISK gesicherten Daten sind über die Migration in SEP sesam jederzeit planbar auf TAPE übertragbar.

Eine Kombination von DISK und TAPE bei der Planung von Sicherungsstrategien ist individuell möglich. Die Ansteuerung der Laufwerke kann via SCSI, FC oder iSCSI erfolgen.

2.) SEP sesam Client

Jeder vom SEP sesam Server zu sichernde Rechner ist ein so genannter Client. Auf diesem Rechner werden einige Kommunikationsmodule installiert und die definierten Daten vom Datensicherungsserver SEP sesam gesichert (push-Verfahren). Eine Einschränkung der verwendeten Sicherungs- und Kontrollports (Firewall) ist am SEP sesam Backup Server möglich.

Der SEP sesam Client kann durch die zusätzliche Installation von Datenbankmodulen ausgebaut werden. Das Betriebssystem des Client kann im Rahmen der verfügbaren Unterstützung von SEP sesam frei gewählt und jederzeit ohne Umlizenzierung verändert werden. Eine ausführliche Liste der unterstützten Betriebssysteme finden Sie unter http://www.sep.de/produkte/index_de.php?product=SEP%20sesam.

3.) Autolader Support

In der Lizenzierung von SEP sesam ist die Unterstützung beliebiger Bandlaufwerke enthalten. Die Ansteuerung von Autoladern und TAPE Libraries wird über die Anzahl der verwendeten Fächer (Slots) lizenziert. Mit den verfügbaren Slotpaketen kann jede Größe von Ladern exakt lizenziert werden. Hat z.B. eine Library 48 Slot in der Hardware verfügbar, so kann dennoch nur der Bereich angesprochen werden, welcher aktuell tatsächlich benötigt wird – z.B. 12 Slot. Ein Überlizenzieren ist mit SEP sesam nicht nötig, da nur die tatsächlich benötigten Fächer gekauft werden, wobei die Erweiterung jederzeit problemlos möglich ist um auf die geänderten Speicher Anforderungen reagieren zu können.

4.) Storagepool

Die von SEP sesam bereitgestellt Sicherungslösung für Backup-To-DISK ist als virtuelle Library abgebildet. Die VTL (Virtual Tape Library) erlaubt die Sicherung auf beliebige direkt angeschlossene (DAS) oder remote angebundene Speicher (NAS, SAN). Einzelne Storagepools können über mehrere unterschiedliche (Hardware) Speicherbereiche verteilt werden – Flexibilität ist hierbei groß geschrieben. Die SEP Storagepools werden nach TeraByte lizenziert und erlauben auch die Migration und Duplizierung von Sicherungsdaten auf TAPE (D2D2T)
für externe Speicherung oder Auslagerung. Der Daten-Restore von Storagepools kann direkt auf die Zielrechner erfolgen.

5.) Datenbank- Groupware Online Module

Für eine sehr breite Palette an Standard-Datenbanken (Oracle, IBM DB2 oder SAP-DB und viele mehr) sind SEP sesam DB online Module verfügbar. Diese Module arbeiten eng mit den jeweiligen Datenbank Tools (API) zusammen und sind entsprechend den Herstellervorgaben zertifiziert.

Datenbanken für die keine SEP sesam Online Module verfügbar sind können über pre/ post Schnittstellenskripte angesprochen und gesichert werden.

Im Bereich der Groupware- und Collaborationlösungen wird neben dem Grundmodul nach Usern lizenziert. Bei Linux Umgebungen bietet SEP sesam überragende Funktionen wie z.B. single Mail online Restore bei unglaublich gutem Preis/ Leistungsverhältnis.

Eine aktuelle Aufstellung der verfügbaren Datenbank und Groupwaremodule mit unterstützten Betriebssystemen ist auf www.sep.de/produkte/index_de.php verfügbar.

6.) Remote Device und Remote Device Server (Data Mover)

Ein Remote-Device (TAPE oder DISK) ermöglicht die Sicherung von Daten an einem separat vom Backup-Server eingebauten Laufwerk, direkt am Client. Mit dieser Funktionserweiterung kann in verteilten Umgebungen vorhandene Hardware genutzt und ein Sicherungskonzept aufgebaut werden welches zentral gesteuert – eine dezentrale Datenhaltung ermöglicht.
Der Remote-Device-Server stellt eine weitere Möglichkeit dar, Ihre Systemlandschaft zentral gesteuert auf externen, vom Backup-Rechner getrennten Bändern/ Medien sichern zu lassen. Der komplette Datentransfer geht über den Remote Device Server, lediglich die Kontroll- und Protokolldaten werden, wie beim Remote-Device an den Datensicherungsserver übertragen. Anders als beim Remote-Device, werden aber die Daten von weiteren zugeordneten Clients gesichert. RD/ RDS und Datensicherungsserver können voneinander verschiedene Betriebssysteme haben.

In SAN Umgebungen wird das RD/ RDS-Konzept für den Aufbau von LANfree Sicherungslösungen angeboten. Von SAN Umgebungen wird im SEP Kontext gesprochen, wenn die Sicherungsdaten innerhalb des SAN Bereiches verbleiben, oder Daten in ein im SAN angeschlossenes Laufwerk gespeichert werden. Die beigefügte Skizze zeigt im Überblick die einzelnen SEP Komponenten und Lizenzen für ein besseres Verständnis.

Eine weitere Besonderheit im SAN ist die Möglichkeit Laufwerke in einer Tapelibrary dynamisch an die vorhandenen SAN Remote Device Server anzubieten. Eine weiterführende Erklärung zum Thema finden Sie im SEP SAN Whitepaper.

SEP Bare System Recovery ist die Disaster Recovery Lösung von SEP. Generell kann jeder gesicherte SEP Client inkl. Betriebssystem auch wieder komplett recovert werden. Um das Disaster Recover einfacher und schnell oder auch flexibler zu gestalten ist die SEP BSR Linie entwickelt worden.

SEP BSR erlaubt durch das Booten eines virtuellen Systems die Partitionierung und den Restore aller Daten eines Client, ohne vorher das Betriebssystem installieren zu müssen. Verfügbar ist diese easy-to-use Lösung für Linux und Windowssysteme.

Im Bereich der Microsoft Windows Welt ist ein Disaster Recovery auch stark abhängig von der Hardware. Bei einem Systemcrash wird unter Umständen relevante Hardware erneuert und somit für das Microsoft Windows Betriebssystem, wenn es als Image aufgebaut wurde, nicht mehr verwendbar und führt zum Abbruch des Recover oder zu einer nicht lauffähigen Umgebung im Anschluß an das Recovery.

SEP BSR für Windows Server oder Workstation hält hier die Lösung parat – das Disaster Recovery ist auch auf neuer (dissimilar) Hardware oder virtuellen Umgebungen in sehr kurzer Zeit möglich, ganz ohne Windows CD.

Nötige Treiber werden automatisch eingearbeitet. Weiterführende Informationen zum Thema SEP BSR finden Sie im entsprechenden SEP BSR Datenblatt auf www.sep.de .
Eine breite Palette an SEP Service Leistungen rundet das Angebot ab.

SEP Update Service sichert die kontinuierliche Aktualisierung der Lizenzen, die Erweiterung um neue Funktionen
und die Möglichkeit zum Upgrade der eingesetzten Version von SEP sesam.

Vom Consulting über die Implementierung bis zum Training kann SEP die Einführung unterstützen. Der passende Support vom Hersteller rundet die Lösung ab und sichert mit wählbaren SEP Support Paketen die definierten Service Levels im Unternehmen.

Bei allen Fragen zu den Produkten und Services wenden Sie sich bitte an einen Wiederverkäufer Ihrer Wahl oder direkt an die SEP unter +49 (0) 700 – SEPSALES oder sales@sep.de. Einen passenden Partner finden Sie einfach und schnell auf www.sep.de in der Partnerübersicht.

 

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